Brunos Reisebericht

Bruno's travel report

Mein Name ist Bruno Broothaerts und ich lebe in Dendermonde, Belgien. Ich trainiere seit sieben Monaten an dieser Schule und habe eine unglaublich intensive und wunderschöne Erfahrung gemacht.

Das Training erfordert volle Konzentration und eine positive Einstellung. Du lernst Kung Fu, Tai Chi und Sanda und trainierst täglich etwa sieben bis acht Stunden, einschliesslich einer Stunde freiem Training. Zur Vorbereitung solltest du bereits über eine gewisse Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verfügen. Bevor ich hierherkam, trainierte ich täglich etwa vier Stunden und arbeitete intensiv an diesen Fähigkeiten. Meiner Meinung nach ist eine gute Vorbereitung wichtig, wenn du während der ersten Woche nicht allzu sehr leiden möchtest. Glaub mir!

Du brauchst viel Energie und Durchhaltevermögen. Beides hatte ich, aber trotz meiner grossen Motivation verletzte ich mich und konnte längere Zeit nicht richtig gehen. Sei also vorsichtig und überfordere dich nicht. Höre auf deinen Körper und erzwinge nichts!

Die Trainer hier sind sehr kompetent, streng, energiegeladen und motivierend. Ausserdem sind sie wirklich tolle Menschen mit einem grossen Herzen. Sie helfen dir in jeder Situation und haben unglaublich viel Geduld. Das ist besonders wichtig, denn ich brauchte viel Zeit, um neue Techniken zu lernen. Technisch war ich nicht besonders begabt, weshalb es für die Trainer viel Zeit und Geduld brauchte, mir alles beizubringen. Aber genau deshalb bist du ja hier: um zu lernen.

Was das Leben an der Schule betrifft, kann ich sagen, dass die Atmosphäre fantastisch ist. Die Mitschüler, Shifus, Lehrpersonen, Kinder und alle anderen Mitarbeitenden sind sehr freundlich. Stress kennt man an dieser Schule praktisch nicht – vielleicht abgesehen von dem Moment, wenn um 5:50 Uhr die Glocke läutet und du aufstehen musst! Mir fiel das Aufstehen jedenfalls nicht immer leicht. Hier findest du schnell Freunde, die schon bald zu deiner Familie werden. Es herrscht eine echte familiäre Atmosphäre, die meinen Aufenthalt besonders angenehm gemacht hat. Jeder respektiert den anderen, und auch während und ausserhalb des Trainings kommt der Spass nicht zu kurz.

Das Essen fand ich persönlich köstlich. Jeden Tag gibt es etwas anderes, meistens mit Reis oder Nudeln. An deinen freien Tagen hast du die Möglichkeit, Dinge wie Haferflocken, Fruchtsaft, Milch, Früchte, Kuchen und vieles mehr zu kaufen. Viele dieser Produkte findest du auch in Europa.

Die Zimmer an der Schule sind in Ordnung – nicht luxuriös, aber das kann man auch nicht erwarten, wenn man hier Kung Fu trainieren und eine traditionellere Lebensweise kennenlernen möchte. Auch der Speisesaal ist zweckmässig eingerichtet. Insgesamt finde ich die Schule einen angenehmen Ort zum Leben.

Die Umgebung der Schule ist sehr ruhig. Es ist ein altes Dorf, in dem im Winter nicht besonders viel los ist. Im Sommer wird es jedoch lebendiger. Direkt hinter der Schule liegen Berge, in denen ich gelegentlich spazieren ging, um mich zu entspannen oder zusätzliches Gehtraining zu machen.

In deiner Freizeit kannst du einiges unternehmen. Ich war oft mit meinen Freunden unterwegs, um die Stadt zu erkunden, schöne chinesische Geschäfte zu besuchen, herumzuschlendern oder schwimmen zu gehen. Kurz gesagt: eine tolle Möglichkeit, sich zu entspannen. Ich fand diese freie Zeit sehr wichtig, um einen guten Ausgleich zu finden, mich zu erholen und gutes Essen zu geniessen – besonders im Speisesaal!

Ich denke, ich habe fast alles angesprochen, und hoffentlich hast du nun eine bessere Vorstellung davon, wie das Leben an dieser Schule ist. Mein wichtigster Rat an dich: Sei dir bewusst, weshalb du hier bist, gib niemals auf und gib immer dein Bestes. Nutze den Teamgeist: Gemeinsam seid ihr im Training stärker. Beim Krafttraining beispielsweise unterstützten wir uns gegenseitig, weil es extrem anstrengend war. Wir wussten, dass wir es gemeinsam schaffen mussten, und das machte den entscheidenden Unterschied. Genau darum geht es bei dieser Erfahrung! Du hast hier auch die Möglichkeit, dich persönlich weiterzuentwickeln, dein Gleichgewicht zu finden, dich zu entspannen und ein besserer Mensch zu werden. Kurz gesagt: Dieser Ort kann dich glücklicher und ausgeglichener machen.